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Irith Gabriely & COLALAILA

live in der Berliner Philharmonie

14.90€

Trad./Arr.: Irith Gabriely1KETZAD2:33
Trad./Arr.: Irith Gabriely2ADON OLAM2:21
Irith Gabriely3YOSHER4:34
Irith Gabriely4MOSHE3:47
Irith Gabriely5HORA1:55
Trad./Arr.: Irith Gabriely6OLD RABBI3:22
Trad./Arr.: Irith Gabriely7TANJA4:22
Martin Wagner8BUSY WAITING4:10
Trad./Arr.: Irith Gabriely9AMAR9:15
Trad./Arr.: Irith Gabriely10BEIGALACH4:30
Paquito D'Rivera/Arr.: M. Wagner11SOUTH OF THE WALTZ3:17
Charlie Parker/Arr.: J. Malolepssy12AU PRIVATE2:19
Trad./Arr.: S. Laubstein13TSCHUBTSCHIK2:31
Irith Gabriely14MIDBAR1:48
Shalom Secunda/Arr.: P. Przystaniak15BEI MIR BISTE SCHEEN2:37
Irith Gabriely16SIRBA3:06
Trad./Arr.: Irith Gabriely17CHAD GADYA3:50
Total62:30
Interpreten

Irith Gabriely
Susanne Laubstein
Martin Wagner
Johannes Malolepssy

Instrument

Klarinette und Gesang
Violine
Akkordeon
E-Bass

Tontechnik

Jens Lehmann
Johannes Malolepssy
Peter Richter

Produktionsbetreuung

Richard Berg

Booklettext

JEWISH SOUL – jüdische Musik zwischen Jazz und Klezmer.

Ob bei Johann Sebastian Bach, Richard Strauss, Charlie Parker, Paquito D’Rivera oder traditioneller Klezmer-chassidischer Musik und eigenen Kompositionen, in Irith Gabrielys Interpretationen spannt sich der jüdische Faden durch alle Werke ihres Repertoires. Dies zeigt sich in ihrer unverkennbaren Art zu musizieren: sehr rhythmisch, temperamentvoll, virtuos und sehr emotional mit bezauberndem Klarinettenklang. Rabbi Nachman aus Breslau fasste es einmal sehr treffend in Worte: “Es gibt nichts, was im Himmel besser ankommt, als ein Seufzer, der aus tiefstem Herzen kommt”.
Für Irith Gabriely ist die Musik die Sprache des Herzens, die alle Menschen verbindet, egal ob Juden, Christen oder Moslems. Musik versteht sie als magische Kraft, die den Himmel öffnet. Schließlich sind die Menschen in ihren Konzerten nicht einfach nur konsumierendes Publikum, sondern nehmen Teil an jüdischer Tradition und Lebensweise. Hierzu gehören Geschichte und Geschichten, Sprache und Sprüche, die Irith Gabriely mit viel Humor und selbstironischem Charme zwischen die Musikstücke streut.
In all ihren Besetzungen wird dies lebendig. Ihr Begegnungsprojekte “Church meets Synagogue” zusammen mit dem Organisten Hans-Joachim Dumeier und „Kirche, Synagoge und Moschee“ erweitert durch Riad Kheder (Percussion, Oud) aus Bagdad beinhaltet die Botschaft von Liebe und Friede an alle Menschen der Welt.

Irith Gabriely, in Haifa geboren, studierte von 1968-1972 Klarinette an der Universität Tel Aviv. 1986 gründete sie, neben ihrer Tätigkeit als erste Klarinettistin am Staatstheater Darmstadt, die Klezmergruppe “COLALAILA” – hebräisch: „Die ganze Nacht“ – mit der sie seitdem das Publikum in vielen Ländern Europas begeistert.  Das ausdrucksstarke Spiel von Irith Gabriely, Susanna Laubstein, Martin Wagner und Johannes Maloleppsy zusammen mit den schlichten Arrangements prägt hierbei den Stil von Colalaila und vermittelt ein Stück jüdischer Tradition, frisch und stielecht interpretiert.

1991 wurde Irith Gabriely beim größten Klezmerfestival in Zefat (Israel) mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Als “Queen of Klezmer” bekam sie mit Colalaila auf dem Edingborough Festival 1998 eine weitere besondere Auszeichnung.

Ebenso erfolgreich ist sie seit 1990 im Duo mit dem Pianisten und Komponisten Peter Przystaniak. Ihr Programm kennt keine stilistischen Grenzen. Das Repertoire enthält sowohl klassische Werke als auch Klezmer, Jazz und eigene Kompositionen.

Seit 1997 entwickelt sie mit dem Organisten Hans-Joachim Dumeier ein Programm für Klarinette und Orgel, das die üblichen Schemata einer Programmgestaltung sprengt, da in diesen Konzerten klassische Musik, jüdische Komponisten und Klezmermusik in eine reizvolle Spannung gestellt werden und somit einen musikalisch-christlich-jüdischen Dialog führen.

Die Begegnung und Verständigung der Religionen, die Überwindung des Trennenden stehen auch im Mittelpunkt ihres neuen Musikprojektes „Kirche, Synagoge und Moschee“. Gemeinsam mit dem Organisten Hans-Joachim Dumeier und dem Perkussionisten Riad Kheder aus Bagdad hat Irith Gabriely ein Programm erarbeitet, in dem Klassik, Werke jüdischer Komponisten, Klezmer und orientalische Klänge sich verbinden und auf diese Weise einen musikalischen Trialog der drei großen Weltreligionen entstehen lässt.

In ihrem neuen Duo-Projekt setzt Irith Gabriely zusammen mit Martin Wagner, dem eigenwilligen und unorthodoxen Akkordeonisten, ebenfalls neue Schwerpunkte.

Mit Peter Przystaniak, ihrem Pianisten, Komponisten und Arrangeur gründete die “Queen of Klezmer” Irith Gabriely 2004 ein weiteres Quartett: “Colalaila classic”.  Das Ensemble in klassischer Besetzung mit Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier bezaubert durch seine musikalische Intensität und temperamentvolle Darbietung. Jeder einzelne Musiker ist ein herausragender Solist und trägt durch sein mitreißendes Spiel zu dem vollen, orchestralen Gesamtklang bei. Die erfolgreiche Gruppe spielt ein Repertoire von Klezmer, Klassik, Jazz und eigenen Kompositionen von Peter Przystaniak. Dazu erzählt Irith Gabriely, wie gewohnt, chassidische Geschichten und gibt dadurch einen authentischen Einblick in das jüdische Leben.

Traditionelle Klezmer-Musik ist die typische Musik, wie sie in den Schtetln des Ostjudentums über Jahrhunderte gepflegt wurde. Sie ist “Stimmungsmusik” im wahrsten Sinne des Wortes und drückt aus, was das Leben gefühlsmäßig zu bieten hat. Sie bewegt die Herzen der Zuhörer, bringt sie zum Weinen und zum Lachen, und ist somit ein authentischer Ausdruck des Lebens mit allen Sonnen- und Schattenseiten. Ähnlich wie bei Blues und Gospel spiegeln sich Freude und Leid des Volkes in dieser Musik wieder. Der Begriff “Klezmer”, richtig ausgesprochen “Klejsmer”, kommt aus der jüdischen Tradition. Im Hebräischen sind es zwei Wörter: “Klej” bedeutet Instrumente, und “Semer” Lied. Im Jiddischen sind die beiden Wörter zusammengefasst; “Klejsmer” – als Oberbegriff für Musik, Musikanten und alles, was mit musikalischem Ausdruck zu tun hat. Klejsmermusik wie wir sie heute kennen ist stark mit der Kabbala (Mystik des Judentums) verbunden. Die Kabbala ist auch maßgebend für die Entstehung des Chassidismus im 17. Jahrhundert. Damals, zur Zeit der “Baalej Schem” (Wunderrabbis) wurde die große Wirkung der musikalischen Sprache neu entdeckt. Man sprach der Klejsmermusik die Kraft zu, den Himmel zu öffnen, Engel zu beleben, Wünsche und Gebete direkt in Gottes Ohr zu leiten. Da die Seele bei diesem Ritual die Hauptrolle spielt, sind jüdische Menschen gewohnt, beim Singen, Beten, Komponieren und Musizieren ihre Seele ganz offen nach außen zu präsentieren. So entsteht ein extrem starker Ausdruck.

 

  1. Darmstädter Echo

    Schreibt:

    CD Tipp: Irith Gabriely & Colalaila live in der Berliner Philharmonie

    Um Rhythmus und Temperament pur geht es Irith Gabrielys Klezmer-Ensemble “Colalaila”, zu dem auch eine begnadete Geigerin gehört: Susanna Laubstein. Mit von der Partie sind außerdem der fantasievolle Akkordeonist Martin Wagner und der Darmstädter E-Bassist Johannes Malolepssy, der mit pointiertem Spiel fürs Fundament sorgt.
    Alle vier gastierten im Juni 2004 in der Berliner Philharmonie und stimmten das begeisterte Publikum (man hört es auf der CD) mit wunderbaren Klezmer-Schmankerln ein, wie man sie von der Klarinettistin Gabriely kennt. Aber auch Jazziges von Pasquito d’Rivera und Charlie Parker ist auf diesem Live-Mitschnitt (organo phon 90132) zu hören.

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