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Klavierduo Glemser – Schubertiade am Lisztflügel

14.90€

Franz Schubert (1797-1828)Rondo A-Dur op. 107, D 951
1Allegretto quasi Andantino10:57
Franz Schubert / Florian GlemserTranskriptionen über Lieder von Franz Schubert
2Der Erlkönig4:53
3Ständchen5:04
4Ihr Bild2:44
5Der Leiermann6:10
6Die Taubenpost4:17
Franz SchubertVariations sur un thème original op. 35, D 813
7Thema - Allegretto1:14
8Variation 11:09
9Variation 21:16
10Variation 3 - Un poco più lento1:33
11Variation 4 - Tempo I1:15
12Variation 51:49
13Variation 6 - Maestoso1:36
14Variation 7 - Più lento3:08
15Variation 8 - Allegro moderato3:50
Trois marches militaires op. 51, D 733
16Allegro vivace – Trio4:44
17Allegro molto moderato – Trio3:18
18Allegro moderato – Trio6:07
Johannes Brahms / Florian GlemserBonustrack
19Guten Abend, gut‘ Nacht2:26
Total67:39
Interpret

Klavierduo Glemser

Aufnahme

Steingraeber Haus Bayreuth, September 2020

Tontechnik

Roland Kistner, Ohrlando Musikproduktion

Flügel

Steingraeber & Söhne Kammerkonzertflügel von 1892, op. 5930
baugleich mit dem letzten Flügel von Franz Liszt, op. 4328.

Fotos

Mathis Leicht Photography

Gestaltung

[ec:ko] communications / Mathis Leicht (cover)

Produktion

Richard Berg

Booklettext

SCHUBERTIADE AM LISZTFLÜGEL

Den Begriff „Schubertiade“ umweht ein Hauch von Nostalgie. Er hat seinen Ursprung in einer Reihe von Hauskonzerten, die zu Lebzeiten Franz Schuberts in Wien stattfanden. In diesen stellte er seine neuesten Kompositionen einem Kreis von kulturell interessierten Zuhörern vor, es erklangen dort beispielsweise seine Klavierstücke und Lieder. Für mich persönlich beschreibt das Wort Schubertiade aber nicht nur einen historisch gewachsenen Begriff für ein Konzert, in dem Werke von Franz Schubert erklingen. Für mich beschreibt er auch eine bestimmte Atmosphäre von Intimität: Im besten Fall hat man bei einer Schubertiade als Zuhörer immer auch das Gefühl eines Hauskonzerts, in dem man ganz persönlich von der Musik Schuberts angesprochen wird.

Im Steingraeber Haus Bayreuth steht in der historischen Beletage ein Flügel, der diesen Geist von Nostalgie und Intimität wunderbar einfängt: Der Steingraeber Flügel op. 5930, ein historisches Instrument aus dem Jahre 1892. Er wird auch als „Lisztflügel“ bezeichnet. Es handelt sich hierbei natürlich nicht um ein Originalinstrument des Komponisten, der im Jahr 1886 gestorben ist, er entspricht aber baugleich dem letzten Flügel von Franz Liszt, dem Steingraeber op. 4328 von 1886. Dies ist durch eine Kopie des Liefervertrages, von Cosima Wagner gezeichnet, belegt.

Die spannende Historie des Instruments und die historische Querverbindung von Liszt zu Schubert (Franz Liszt widmete Franz Schubert mit seinen virtuosen und einfühlsamen Liedbearbeitungen ja eine besondere musikalische Hommage) weckten unser Interesse, und als wir das Instrument auch beim Spielen kennenlernen durften, war uns klar, dass wir unsere nächste Aufnahme für Klavier zu vier Händen unbedingt an diesem Flügel machen wollten und dass es eine Schubertiade sein sollte. Wir entschieden uns ganz bewusst, auf diesem historischen Lisztflügel aufzunehmen, weil sein Klang eine Atmosphäre der Nostalgie und Intimität verströmt, jene beiden Charakteristika einer Schubertiade.

Es ist eine heikle und vertrauliche Angelegenheit, an einem Klavier zu vier Händen zu spielen: Man sitzt eng beieinander am selben Instrument, man muss zusammen einen Klang finden und zugleich verlangt das vierhändige Spiel höchste Konzentration auf die Feinheiten der Balance, subtilste Einfärbung der verschiedenen Register und ein waches Ohr und Auge für das Zusammenspiel. Auch ist eine Aufnahme auf einem historischen Instrument immer ein Wagnis: Moderne Ohren und Hände, die sich an absolute Perfektion der Mechanik und klanglichen Ausgewogenheit gewöhnt haben, müssen erst Kontakt aufnehmen zu einem Instrument, welches vielleicht nicht alles mitmacht, aber dafür zu einem spricht. Welches nicht jeden Wunsch erfüllt, aber einen dafür in wiederum unerwarteter Weise belohnt mit einer besonderen Zartheit im Ton, mit einem Klang, in dem jedes Register seine eigene Färbung erhält. Man muss als Interpret die Demut mitbringen, nicht nur dem Flügel abzuverlangen, was man will, sondern auch darauf zu hören, was der Flügel einem anbietet.

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